Ägypten gehörte lange Zeit zu einem der Lieblingsreiseländer der Deutschen. Mit den jüngsten Unruhen und Gewaltausbrüchen hat sich dies verändert. Vor allem in diesen Wochen fliegen viele Bundesbürger nur mit einem mulmigen Gefühl in das nordafrikanische Land. Veranstalter und Reiseanbieter wie www.otto-reisen.de haben darauf reagiert und zeigen sich beim Umgang mit den gebuchten Reisen kulant. Doch worauf müssen Urlauber achten?

Bis Mitte September wurden die Ägypten-Reisen bei vielen Veranstaltern bereits abgesagt. Für bestimmte Gebiete gibt es bereits eine konkrete Reisewarnung. In einigen Fällen ist für Verbraucher bei gebuchten Reisen eine kostenlose Stornierung möglich. Werden Reisen aufgrund höherer Gewalt nicht durchgeführt, müssen grundsätzlich auch keine Stornogebühren von den Verbrauchern gezahlt werden. Vom Auswärtigen Amt wurden erst vor wenigen Tagen die Reise- und Sicherheitshinweise in entsprechender Form aktualisiert. Für den Nord-Sinai, sowie das Grenzgebiet zwischen Israel und Ägypten gibt es mittlerweile konkrete Reisewarnungen. In diesen Gebieten gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amts eine massive Gefährdung für Reisende. Hier bestehen für Reisende persönliche Sicherheitsrisiken, die unzumutbar sind.

Anzeige

Nach Auskunft von Juristen handelt es sich bei inneren Unruhen, sowie bei einer Gefahr für Leib und Leben um höhere Gewalt. Damit kann aus diesem Grund auch der Reisevertrag von Seiten der Verbraucher gekündigt werden. In diesem Fall werden auch keine finanziellen Entschädigungen für den Veranstalter fällig. Demnach entfallen sämtliche Stornogebühren. Haben Reisende den Reisepreis im Voraus bezahlt, haben sie nun die Möglichkeit, die Kosten zurückzufordern. Bei solchen Stornierungen ist für viele Reiseveranstalter in erster Linie die Einschätzung des Auswärtigen Amts entscheidend. Von Seiten des Auswärtigen Amts wird aktuellen dringend von Reisen nach Ägypten abgeraten. Liegt allerdings dazu keine konkrete Reisewarnung vor, handelt es sich hierbei nur um einen Sicherheitshinweis.

Ein solcher Sicherheitshinweis liegt aktuell für Kairo, sowie die Touristikzentren des Landes vor. Hierbei handelt es sich vor allem um Ziele wie Luxor, Assuan und das Nildelta. Betroffen von dem Sicherheitshinweis sind auch Nilkreuzfahrten, die sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Reisen für Ägypten entwickelt haben. Mit Blick auf das Reiserecht ist dies ohne Belang. Grundsätzlich dürfen Reisende ihre gebuchte Reise stornieren. Vorsorglich haben viele Reiseveranstalter ihre Reisen nach Ägypten bis zum 15. September abgesagt.