Über den Dächern von Rom

Die 3000jährige Geschichte Roms bescherte der „Ewigen Stadt“ eine wahre Fülle an Sehenswürdigkeiten. Manche, wie das Kolosseum oder die Spanische Treppe, wurden zu Wahrzeichen Roms, die bei einem Besuch der Stadt fester Bestandteil des Ausflugsprogramms sind, andere sind eher unbekannt aber nicht weniger faszinierend.
In der Antike Mittelpunkt des riesigen Römischen Weltreichs und Heimat zahlreicher mächtiger Kaiser, wurde Rom mit dem Aufstieg des Christentums zur Hauptstadt der katholischen Kirche, behielt seine Bedeutung auch in der Renaissance bei und blieb über die folgenden Jahrhunderte ein Zentrum der Macht und der Kunst. Diese bewegte Geschichte ist auch heute noch an jeder Ecke der Stadt, die einst auf den sieben Hügeln Kapitol, Palatin, Aventin, Quirinal, Caelius, Viminal und Esquilin erbaut wurde, zu sehen.
Das römische Stadtbild wird weitgehend durch die Antike geprägt. Riesige ägyptische Obelisken, die einst von den römischen Kaisern als Kriegsbeute nach Rom gebracht wurden, Triumphbögen und Gedenktafeln sind über die ganze Stadt verteilt. Das Forum Romanum, die Ebene zwischen dem Palatin und dem Kapitol, bildet den berühmtesten Teil der Stadt und beherbergt unter anderem das gigantische Kolloseum, die Kurie, den Vestatempel und den Titusbogen. Der Apollotempel ist auf dem alten Viehmarkt Roms, dem Forum Boarium, beheimatet.

Neben dem Kolosseum bildet der Circus Maximus das größte Veranstaltungsgebäude des antiken Rom. Bis zu 250 000 Zuschauer konnten die hier zahlreich stattfindenden Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe verfolgen.
Östlich des berühmten Marsfelds liegt das Pantheon, der Tempel Roms, der allen Göttern gleichermaßen geweiht war. Die riesige Kuppel aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. prägt das Bild dieses sakralen Bauwerks. Die Lateranbasilika des Kaisers Konstantin bildet dagegen ein beeindruckendes christliches Bauwerk.
Riesige Bäderkomplexe wie die Caracalla-Thermen oder die Thermen des Diokletian waren fester Bestandteil aller größeren römischen Städte. Die Thermen des Diokletion boten Platz für 3000 Badegäste, wurden allerdings im 16. Jahrhundert in die Kirche Santa Maria degli Angeli umgewandelt.

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Seit dem 8. Jahrhundert ist der innerhalb Roms gelegene Vatikan die Hauptstadt der katholischen Kirche und seit 1929 auch der kleinste Stadtstaat der Welt. Auch heute noch können Besucher die prächtigen farbenfrohen Uniformen der Schweizer Garde bewundern, die im 16. Jahrhundert zum Schutz des Papstes gegründet wurde. Das zentrale Gebäude des Vatikans, der Petersdom, bietet einen herrlichen Blick über den davorliegenden Petersplatz. Die Sixtinische Kapelle beherbergt das berühmte Deckenfresko Michelangelos und in den Vatikanischen Museen erwartet den Besucher neben zahlreichen anderen Kunstwerken, wie der Laokoon-Gruppe, auch die Pieta des Michelangelo.

In Rom selbst ist die sich über drei Ebenen erstreckende Kirche San Clemente aus dem 12. Jahrhundert ein sehenswertes christliches Bauwerk.
Große Kunstsammlungen sind auch in der Galleria Borghese und der Villa Giulia zu sehen. Erstere bietet beeindruckende Skulpturen, letztere ist insbesondere für ihre Renaissance-Architektur und eine der weltweit wichtigsten Sammlungen etruskischer Kunst berühmt.
Eines der beliebtesten Fotomotive Roms bildet die Spanische Treppe, die im 18. Jahrhundert vom französischen König Ludwig XV. finanziert wurde. Auch der große Trevibrunnen, in dessen Zentrum sich eine Neptun-Skulptur befindet, stammt aus dieser Zeit. 1980 wurde die kulturhistorische Bedeutung Roms auch offiziell anerkannt, als die UNESCO die römische Altstadt, den Petersdom und den Vatikan zum Weltkulturerbe erklärte.

Bildquelle: © Lars Paege / Pixelio