Seit ein paar Jahren fahren wir nun schon recht regelmäßig in den Skiurlaub nach Österreich. Und genauso regelmäßig haben wir die ersten Jahre immer eine Pension oder ein Hotel mit Halbpension gebucht. Eigentlich totaler Blödsinn! Okay, im Vergleich zur Selbstverpflegung spart der skibegeisterte Schwabe wohl ein paar Euro. Aber das war´s dann auch schon fast mit den Vorteilen!
Letztes Jahr haben wir eine Ferienwohnung gebucht. Schon zum Frühstück muss man sich im Hotel (je nach Gasthof) mehr oder weniger komplett ankleiden. In der Ferienwohnung reicht es, wenn man mit noch halb geschlossenen Augen zur Zimmertür schlufft und die schon am Vorabend bestellten und dann frühmorgens bereits gelieferten Brötchen vom Türknopf nimmt. Ja ok, den Frühstückstisch muss man selber herrichten und Kaffee will auch noch gekocht werden. Dafür kann man dann aber frühstücken wann man will und ist nicht auf irgendein knappes Zeitfenster angewiesen.

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Außerdem trifft man doch in Pensionen oder Hotels oftmals nach dem Frühstück und verdauungsfördernden 1,5 Liter Kaffee in seinem Zimmer die Putzfrau wild wedel schwingend an – nachdem man bereits im Flur über den Staubsauger gefallen ist. Das sind dann die Momente, in denen man den Herbergsvater nach dem Gäste-Klo fragt….
Tagsüber ist sowieso Pistenalarm, mittags wird auf irgend´ner Hütte in Autobahnraststätten-Manier Schnitzel mit Pommes reingedrückt und nach´n paar Willis und 1-2 Weizen gehen dann auch plötzlich die steileren Hänge…
Wenn man dann spätnachmittags/früh-abends wieder in seinem Ferienhaus aufschlägt, stehen in den Pensionen und Hotels bereits die Buffets bereit und weisen einen subtil darauf hin, schleunigst zu Duschen und sich zu beeilen, damit man auch noch was abkriegt.
Nicht so in der Ferienwohnung! In aller Ruhe erst mal runterkommen, duschen und sich für den Abend fertig machen. Und dann geht’s ab in ein feines Restaurant, wo man schön zu Abend essen kann – und zwar genau das, auf das man selbst Lust hat und nicht der Küchenchef!