Autor Michael T. hat sich für die Reisedestination Naher Osten eine ganz besondere Reiselektüre einfallen lassen und zeigt, wie auch Schwule die streng islamische Welt besuchen können. Neben dem Nahen Osten behandelt das Werk auch die Länder in Asien und Afrika. Das Werk, das den Namen „“Gay Travels in the Muslim World“ trägt, ist derzeit nur in englischer Sprache erhältlich. Behandelt wird hierbei nicht die klassische Partyreisewelle, sondern vielmehr die Besonderheiten der einzelnen Länder. Immerhin handelt es sich bei dem Nahen Osten um eine sehr spezielle Destination, die auch von den Reisenden ein gewisses Verhalten fordert.

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Zu den Glanzstücken des Werks gehören die zahlreichen Geschichten, die der Autor mit zahlreichen Details zum Leben erweckt. So erzählt er von dem schwulen Leben in den Ländern und von Erfahrungen, die von zahlreichen Menschen bereits gemacht wurden. Unter anderem wird so auch die Geschichte eines Mannes behandelt, der in eine Welt von Prostitution und Cruising eintauchen muss. Aber auch die Taliban aus Afghanistan finden in dem Werk ihren Platz. Michael T. beleuchtet die muslimische Welt in einzelnen Punkten recht kritisch, verliert aber nie den Bezug zu den zahlreichen Reiseangeboten aus den Augen. Das Ziel, schwulen Männern diese Länder näher zu bringen, ist zweifelsfrei gelungen. So beweist Luongo deutlich, dass sich hinter diesen Ländern weit mehr als die Verfolgungen in Ägypten und die zahlreichen Hinrichtungen im Iran verbergen.  Dem Werk mangelt es jedoch an einer konkreten Schlussfolgerung.