Oftmals wird der EU Nutzlosigkeit, Untätigkeit und vieles mehr vorgeworfen, doch in dem Punkt Kontrolle der EU-weiten Mobilfunktarife kann man dass seit einem Jahr wohl nicht mehr. Bereits damals hat man die Ankündigungen wahr werden lassen und Maximalgebühren für Reisende Handynutzer innerhalb der EU eingeführt.

Dieses Jahr im Juli werden dann zum weiten Mal die Preise purzeln – und zwar auf 11 Cent pro Auslands-SMS und 50 Cent pro Auslands-Gesprächsminute, was eine deutliche Verbesserung zum bisherigen Zustand für den Verbraucher darstellt. Angenommen Anrufe dürfen nicht mehr als 22 Cent pro Minute kosten, ein Punkt bei dem die Mobilfunkbetreiber früher gerne „abgezockt“ bzw. gerne kräftig zugelangt haben. Diese laufen übrigens auch gerade Sturm und ziehen teilweise sogar Klagen gegen die EU in Erwägung. Als sicher gilt dass die Mobilfunkbetreiber stets alles versuchen werden, um noch so viel wie möglich aus den neuen Tarifstrukturen herauszuquetschen und möglicherweise sogar über Umwege doch indirekt höhere Gebühren durchsetzen können.

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Geplant ist die Rahmentarife bzw. Maximalbeträge bis zum Jahr 2011 hin noch weiter abzusenken und zukünftig auch die Datenmengen für das mobile Internet mit einzubeziehen.

An einem solchen Gesetz sieht man dass die EU nicht nur die Interessen der Wirtschaft wahrnimmt sondern sich auch aktiv für Verbraucher einsetzt. Zwar sind 50 Cent pro Minute immer noch eine recht teure Angelegenheit, doch wohl auch kein Wucher mehr. So telefoniert es sich am Reiseziel angekommen gleich viel angenehmer und man weis einfach dass man (solange man sich in der EU aufhält) auf keinen Fall drüber liegt. Den meisten wird so die böse Überraschung in Form einer Handyrechnung erspart bleiben, wenn sie aus dem Urlaub zurückkehren.